Der Podcast über Filmschnitt
Episodencover Folge 25: Erklärfilme – Ein Spiel, ein Film – Credit to the Edit Podcast

Erklärfilme – Ein Spiel, ein Film

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SPIELFilm-Schnitt

Willkommen zur neuen Folge unseres Podcasts! Schön, dass du die Dich zum Hören dieser Folge entschieden hast. In dieser Folge dreht sich alles um das Thema „Spielanleitung“-Filmschnitt.

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Hier sind die Regeln:

  1. Setze dich bequem hin – wahlweise mit Kaffee oder Tee – und starte die neue Folge unseres Podcasts.
  2. Erfahre, wie wichtig eine klare Schnittdramaturgie ist, um verständliche und trotzdem unterhaltsame Filme über Spielanleitungen zu erstellen.
  3. Lass dich von der Filmeditorin, die als Spezialistin für das Schneiden von Spielanleitungsfilmen gilt, in die Welt des Filmschnitts entführen.
  4. Erfahre mehr über die Biografie der Gästin Susina Lange, die auch eine Ausbildung in Politologie und Medienberatung absolviert hat und bereits in verschiedenen TV-Redaktionen gearbeitet hat.

zu Gast

Susina Lange ist eine Berliner Videoproducerin und Editorin. Sie wurde 1975 geboren und hat zwei Diplome in Politologie und Medienberatung an der FU und TU erworben. Susina hat Erfahrung in Fernseh- und Radio-Redaktionen bei ZDF-Aspekte, Vorsicht Friedman!, Radio Eins und Radio France Internationale in Paris gesammelt. Sie war auch TV-Redakteurin in Berlin, München, Köln und Mainz bei Deutscher Filmpreis (ARD), Peter-Alexander-Geburtstagsshow (ZDF), Blacky-Fuchsberger Show (ARD), Big Brother (RTL2) und dem ZDF-Fernsehgarten. Als Videojournalistin realisiert sie Filme für verschiedene Auftraggeber. Durch ihre Zusatzausbildung als Editorin für Film/TV/Web hat sie ihre Fähigkeiten in der Montage vertieft. 

Folge diesen Regeln und lass Dich in die spannende Welt des Filmschnitts entführen. Wir sind sicher, dass Du viele interessante Einblicke und Tipps von Susina Lange bekommen wirst. (Geheimtipp für Neulinge: Nicht nur beim Spielen, sondern auch beim Filmschnitt gilt: „Geduld zahlt sich aus”.)

Susina Lange
Susina Lange

“Einer meiner Protagonisten hat mal gesagt: Ja, die Susina kann wirklich zaubern. Hier beim Dreh ist alles ganz anstrengend und alle meckern, aber wenn man sich das Video am Ende anguckt, sieht es so aus, als hätten wir die ganze Zeit Spaß gehabt.”

Susina Lange 
Eine Timeline eines Erklärfilms von Schmidt-Spiele
Eine Timeline eines Erklärfilms von Schmidt-Spiele

Timeline-Shortcuts

00:06Anmoderation 01:33Gesprächsstart / Was ist ein Erklärfilm für Kinderspiele? 08:57Zusammenarbeit mit Redakteur:innen 11:40Wieviel Arbeit steckt in einem Erklärvideo? 12:59Abnahme 17:08Wird deine Arbeit anerkannt? 20:43Schnittgrammatik 30:49Kategorien 34:57Zielpublikum 37:08Wie geht es für dich weiter? 41:40Abmoderation

Transkript der Folge lesen

Automatisch erstelltes Transkript von Apple Podcasts. Schreibweisen und die Zuordnung der Sprecher:innen können Fehler enthalten.

00:00 Sprecher: Liebe Filmfreunde, herzlich willkommen. Heutiges Thema die Filmmontage in Theorie und Praxis.

00:15 Rainer Nigrelli: Ja, hallo und herzlich willkommen zu Credit to the Edit, dem Podcast über Filmschnitt. Hier sprechen wir mit FilmeditorInnen aus allen Genres über das, was sie tun, nämlich den Schnitt und die Montage. Und das Beste daran ist, wir sind selbst Filmeditoren. Mein Name ist Rainer Nigrelli.

00:30 Jan Henrik Pusch: Und mein Name ist Jan Henrik Pusch. Hallo. Und jetzt liegt es an mir, das Genre, über das wir heute sprechen wollen, vorzustellen. Und zwar ist das die Spielanleitungs-Film-Montage.

00:45 Rainer Nigrelli: Ich glaube, das ist der korrekte Ausdruck. Das wollte ich hier an der Stelle nochmal wiederholen.

00:50 Jan Henrik Pusch: Ja, gehe ich auch mal von aus. Und ich glaube, wir gehen jetzt von allen anderen Gesprächen, die wir bisher hatten, sehr weit weg, weil wir uns jetzt der kompletten Informationsvermittlung zuwenden. Oder hatten wir das schon mal irgendwo?

01:09 Rainer Nigrelli: Aber das stimmt, da geht es rein, würde ich jetzt mal sagen, um die Informationsvermittlung. Dass das nicht ganz so sein kann und dass es dann vielleicht dann kein Film ist, das kann uns Susina Lange bestimmt genauer erklären. Die schneidet nämlich viele Spielanleitungsfilme.

01:24 Jan Henrik Pusch: Genau. Dann danken wir noch Adobe, die uns auch bei dieser Folge unterstützen. Und dann gehen wir jetzt mal auf die Suche nach der Dramaturgie in Spielanleitungs-Filmen.

01:34 Sprecher: Die gefilmte Spielanleitung mag auf den ersten Blick kaum unsere Aufmerksamkeit verdienen, doch weit gefehlt. So ist der Schnitt für das Spiel verschollen im Bermudadreik weit mehr geworden als die Kette von Einstellungen zwischen einer würfelnden und einer Schips schiebenden Hand. Langweilig mag man sagen, aber da. Die seemannsverschlingende Bermuda-Grauswolke mit dem unterlegten Magnetenbrauß heran und saugt die Dampfer ein wie Fruchtgummi und Glock, wieder ein Handelssegler mit Mann und Maus verschluckt. Hier wird der Schnitt plötzlich doch noch zur Spannungsschips-Schraube und keiner sagt mehr, ist doch nur ein Spiel.

02:15 Rainer Nigrelli: Ja hallo Susina Lange, herzlich willkommen in unserem Podcast. Hallo. Susina, wir müssen sofort zu Anfang klären. Du machst was ganz Besonderes. Wir haben es schon anmoderiert. Aber was machst du denn genau?

02:29 Susina Lange: Ja, erstmal vielen Dank, dass ich hier sein darf.

02:32 Jan Henrik Pusch: Gerne.

02:34 Susina Lange: Ja, also es hat sich so ergeben, dass ich Erklärfilme für einen Spielehersteller machen darf.

02:43 Rainer Nigrelli: Erklärfilme und wir haben es vorhin Spielanleitungsfilme genannt. Wie wäre sozusagen dein technischer Ausdruck dafür? Du machst?

02:51 Susina Lange: Ja, Erklärfilme und ich glaube im Internet sagt man Gameplay dazu. Also ja, das ist so das Klassische.

02:59 Rainer Nigrelli: Gameplay, den Ausdruck kannte ich jetzt auch noch nicht. Ansonsten ist ja geläufig sowas wie Tutorial. Aber vielleicht können wir mal so anfangen, was muss denn so ein Erklärvideo und ein Erklärfilm für Spiele leisten?

03:14 Susina Lange: Also bei mir ist es eine kleine Sonderform, muss ich dazu sagen. Ich mache das ja wirklich nur für die Kinderspiele. Und Schmidtspiele hat auch für die Familienspiele oder Erwachsenenspiele jemanden, der das auch macht, der steht von der schwarzen Wand und erklärt wirklich eins zu eins fast jede Regel. Das kann dann mal 10, 15 Minuten dauern. Meine Videos sind im Schnitt eigentlich zwei bis fünf Minuten. Und ich erkläre auch nicht 100 Prozent jede Regel, sondern so grob alles. Und es soll auch gesehen werden, dass das Spiel im Regelfall Spaß macht. Deswegen ist es so eine kleine Sonderform.

03:58 Jan Henrik Pusch: Und es geht auch darum, dass es alles ein bisschen lebendiger ist.

04:01 Susina Lange: Also man muss dazu sagen, die Spielefreaks mögen das, dass einer von der schwarzen Wand steht und wirklich eins zu eins alles erklärt. Da hat halt jeder seine Vorlieben. Und ich bin dann halt damals auf die geniale Idee gekommen, Kinderspiele einfach Kinder spielen zu lassen und erklären zu lassen.

04:20 Jan Henrik Pusch: Aber das finde ich gut, wenn du schon davon sprichst, du bist auf die Idee gekommen, Kinder das spielen zu lassen. Wie ist denn dann die Zusammenarbeit mit Schmidspielen gekommen, wenn die noch nicht mal diese Idee vorher hatten? Also das heißt, ihr habt das zusammen dann so entwickelt, wie es jetzt ist?

04:36 Susina Lange: Genau. Also es gab einen persönlichen Kontakt von der Dequando-Kollegin, die wusste, dass ich als Fernsehredakteurin viel gearbeitet habe und als Videojournalistin und auch selber Kinder habe und hat dann gedacht, das wäre doch was, ob ich da nicht was machen möchte und eine Idee zu hätte. Und ja, so ist das dann entstanden.

04:58 Rainer Nigrelli: Vielleicht kannst du ja mal ganz kurz beschreiben, wie die Filme so aussehen für diejenigen, die es noch nicht gesehen haben. Wir verlinken das natürlich in den Show Notes, könnt ihr euch die dann anschauen. Aber vielleicht beschreib doch mal ganz kurz, was so ein typischer Spiel-Film, das ist mir gerade übrigens gekommen, so nennen wir die Folge, oder Spiel-Film, wie so ein typischer Film dann von dir aussieht.

05:20 Susina Lange: Also ganz am Anfang habe ich es tatsächlich noch bei mir im Wohnzimmer gemacht, aber dann musste dann immer alles rausgeräumt werden und so weiter. Das war dann zu chaotisch auf die Dauer. Im Regelfall mittlerweile im Studio sitzen drei Kinder an einem Tisch und spielen. Und dann ist meistens, früher war noch ein Erwachsener dabei, jetzt ist es meistens ein größeres Kind, die es so ein bisschen anleitet oder vielleicht ein bisschen die schwierigen Erklärmomente beschreibt. Und dann wird erstmal ganz grob erklärt, worum es geht. Und dann wird wirklich angefangen von Anfang bis Ende gespielt. Also es gibt einen Anfang, einen Hauptteil und immer wieder ein Ende, dass man sieht, ah so ist der Schluss.

06:00 Jan Henrik Pusch: Das wollte ich gerade fragen, wie läuft das mit dem Drehbuch? Geskriptet ist das auf jeden Fall. Also die Kinder werden nicht nur da herangesetzt, dürfen spielen. Und du beobachtest das dokumentarisch, sondern es wird schon ein bisschen geskriptet, was gesagt werden soll.

06:13 Susina Lange: Ja, im Regelfall schon. Also manchmal sind die Spiele natürlich so, da kann man es nicht skripten, weil dann würfelst du dich zu Tode oder irgendwas oder in der Zufallsmoment. Das geht dann einfach irgendwie nicht. Aber im Regelfall natürlich schon. Und das ist dann natürlich manchmal auch ein bisschen schwierig für die Kinder, dass die dann verstehen, ne wir dürfen jetzt gar nicht richtig spielen, sondern es muss so und so sein. Und es gibt dann aber immer mal wieder auch Phasen des freien Spiels, damit man wirklich auch ein bisschen authentische Szenen hat. Der Freude, des Ärgers und so weiter.

06:45 Jan Henrik Pusch: Und das heißt, ihr habt das dann vorher schon einmal Probe gespielt oder spielst du das dann ganz alleine schon mal Probe?

06:51 Susina Lange: Also ich spiele das natürlich schon. Ich muss das spielen, damit ich auf das Drehbuch richtig spielen kann und ein bisschen auch weiß, ah, da kann ich irgendwie mit der Kamera hinter kann, das oder das und ja. Also umso häufiger ich das spiele, umso besser ist es eigentlich. Und die Kinder kriegen die Spiele eigentlich auch vorher. Und das ist ganz spannend. Also wir haben ja alle auch die Anleitung und es sind Kinderspiele. Aber trotz alledem ist es manchmal doch dann auch gar nicht so einfach, das Spiel zu verstehen.

07:19 Rainer Nigrelli: Da fühle ich mich angesprochen direkt, weil das ist nämlich mein riesen Problem bei Spielen. Dass es Ewigkeiten für mich braucht, Spiele zu begreifen, also vor allen Dingen die komplizierten und mir dann der Spielspaß da schon abhanden kommt. Und deswegen wäre für mich interessant, was passieren würde, wenn man sich ein Spiel anschafft von dir quasi und sich so ein Video anschaut. Also ist das denn die Idee, dass man das Spiel mit deinem Video quasi auch versteht oder ist das so eine Mischform, die auch ein bisschen Werbung bedeutet für das Spiel?

07:52 Susina Lange: Also es ist die Mischung auf jeden Fall. Und das ist auch wirklich tatsächlich das Problem. Manchmal mir geht das ganz ähnlich wie dir. Es ist ja wie generell Gebrauchsanleitung. Man muss sich in die Denkere da reinversetzen und da sitzen dann oft Redakteure, die ein halbes Jahr oder länger das Spiel natürlich in- und auswendig kennen. Und dann ist es manchmal schwierig, es jemandem zu vermitteln, der jetzt gar nicht so der der Spielekenner und Freak ist, sondern eigentlich nur spielen möchte. Und es fängt ja schon an mit manchmal der Begrifflichkeit. Dann ist der Spielchip, das Plättchen, die Karte und was ist das alles? Ich meine, die Anleitungen sind schon auch sehr gut grafisch aufbereitet.

08:29 Ganz klar, so ist es nicht. Aber ja, ich denke, es ist dann auch noch mal eine Hilfe mit dem Video. Und ja, ich glaube, viele sehen es wirklich dann auch als Ergänzung von der schriftlichen Anleitung. Und wenn man dann noch mal sieht, wie es umgesetzt wird, wird natürlich auch vieles klarer.

08:50 Rainer Nigrelli: Ich glaube, allein das hilft, dass man Menschen dabei zugucken kann, wie die das spielen, weil dann hat man schon mal so eine erste Idee. Sag mal, die RedakteurInnen, also das klingt jetzt so, als würden die SpielanleitungsredakteurInnen auch das Drehbuch schreiben, das du dann verfilmst und schneidest.

09:08 Susina Lange: Nein, leider nicht.

09:09 Rainer Nigrelli: Okay, erklär mal vielleicht, wie das läuft.

09:11 Susina Lange: Also die Redakteure, ich weiß gar nicht, es gibt einen bestimmten Begriff, ich glaube, das Produkt, also das weiß ich jetzt gar nicht mehr genau, also es gibt nicht nur...

09:18 Jan Henrik Pusch: Denen würden wir aber besonders gerne wissen, diesen Begriff.

09:24 Susina Lange: Also die Redakteure kümmern sich auch um die Spielanleitung und um den Herstellungsprozess und alles. Das ist alles in einem. Also ich hatte jetzt nicht den Eindruck, dass es nur jemanden gibt, der die Spielanleitung schreibt bis jetzt. Und das ist natürlich von Fall zu Fall. Ich mache das jetzt seit über sechs Jahren. Das ist natürlich auch von Redakteur zu Redakteur verschieden. Also je nachdem auch, wie detailverliebt man dann die Begrifflichkeiten umsetzen möchte oder nicht. Manche nehmen das ein bisschen lockerer. Hauptsache, es wird grob verstanden und der Spaß kommt bei raus. Manche wollen aber dann doch ganz genau, dass die Begrifflichkeiten einheitlich sind. Daraufhin schreibe ich das Drehbuch.

10:08 Aber ich kann natürlich auch ein Drehbuch schreiben, wie ich will. Das ist dann vor Ort auch noch mal komplett anders. Manche Begrifflichkeiten können die Kinder dann einfach nicht aussprechen oder haben nach dem dritten Mal keine Lust mehr auszusprechen, dass es so genervt drüber kommt, dass ich es natürlich auch nicht nehmen kann. Da muss ich dann wirklich sehr flexibel reagieren.

10:27 Rainer Nigrelli: Ja, vor allen Dingen, es klingt ja nach einer One-Woman-Show, die du da machst. Ich höre aus Redaktion, Regie, Kamera, Schnitt, Postproduktion und Akquise und was auch immer. Du machst ja schon sehr, sehr, sehr viel da. Du bedienst ja quasi alles da.

10:45 Susina Lange: Ja, schön, dass das mal jemand so wahrnimmt. Ja, auf jeden Fall. Das ist so. Aber ich habe tatsächlich auch mal zeitweise einen Tonmann gehabt, der dann aber wegen der Maßnahmen irgendwann nach Ton weiter zum Opfer gefallen ist. Das ist manchmal auch nicht verkehrt, einfach noch jemanden dabei zu haben, auch in dem Chaos der Kinder, der einfach dann irgendwie nochmal da ist. Aber wie gesagt, der ist jetzt mittlerweile auch nicht mehr dabei. Ja, es ist sehr chaotisch vor allem. Ich habe ja dann auch oft mit meinen eigenen Kindern gedreht. Das hat ja noch mal eine eigene Dynamik und eigentlich denke ich jedes Mal, ich mache es nie wieder nach dem Dreh und bin dann aber doch immer wieder froh, was ich dann im Schnitt doch nochmal alles, ich sage jetzt mal, retten kann.

11:28 Jan Henrik Pusch: Und kommt dein Sohn auch ins Schnitt und sagt, warte mal, da sehe ich aber nicht gut aus, das möchte ich so nicht haben.

11:32 Susina Lange: Das kam bei meinem Größeren tatsächlich mal vor oder so, aber beim Kleinen eigentlich eher nicht.

11:40 Jan Henrik Pusch: Und was mich noch sehr interessiert ist, wie lange kalkulierst du für so einen Film? Also mit dreh ich und dann...

11:46 Rainer Nigrelli: Jan denkt nämlich, er weiß schon, wie lange Zeit du hast pro Produktion. Vielleicht kannst du es mal kurz sagen und dann sagst du Susina, was der Fakt ist.

11:54 Susina Lange: Nein, wir machen das andersrum. Es ist ganz unterschiedlich. Also so ein, zwei Wochen. Also ich muss dann natürlich auch gucken, dann sind die Abnahmen ja auch nicht... Also es hat nicht so überste Priorität, dass es immer schnell irgendwie beim Fernsehen irgendwie da wird gesendet, da muss es irgendwie sein, sondern ist der Redakteur krank oder ist es eine Messe? Na ja, dann kann sie sich noch mal ein, zwei Wochen nach hinten verschieben oder irgendwas. Ich habe auch mal jede Woche gedreht. Das ist dann aber schon zu anstrengend mit Schnitt und Vorbereitung und Drehbuch und auch für die Kinder und Setaufbau, Abbau und so weiter.

12:29 Jan Henrik Pusch: Du willst jetzt wissen, was ich vorher gedacht habe? Ich habe gedacht, dass das für den Schnitt braucht man zwei Tage Minimum.

12:38 Susina Lange: Ja, so in dem Dreh, je nachdem. Wobei ich auch mittlerweile noch ein bisschen animiere und Grafiken einbinde und also was das uns farbkorrigiere und den Tun angleiche.

12:50 Jan Henrik Pusch: Auf diese technischen Dinge wollen wir auf jeden Fall auch noch zu sprechen kommen. Aber ich brauche vorher noch eine Frage, die in diesem Blog hier gehört und zwar die Abnahmen, die du jetzt auch schon mehrmals angesprochen hast. Wie laufen die denn ab? Ist das einfach, man schickt was dahin und kriegt dann einen Daumen hoch zurück? Oder ist das tatsächlich ein größerer Prozess, dass das immer hin und her geht?

13:11 Susina Lange: Das ist auch unterschiedlich, habe ich auch schon so alles gehabt. Aber die klassische Abnahme, wie ich es auch noch vom Fernsehen kenne, da kommt einer und man sitzt daneben und irgendwie sowas, das ist nicht der Fall. Ich schicke es dann tatsächlich auf Vimeo raus mit Passwort und dann gucken die sich das an und können dann aber auch sagen, bei Minute XY ist das falsch gesagt oder irgendwie sowas.

13:34 Rainer Nigrelli: Sagen wir, das ist aber glaube ich ganz interessant, die Abnahmesituation, weil die ja eben nicht wie beim Fernsehen ist, weil da gibt es Formate und da musst du bestimmte Regeln, da gibt es bestimmte Regeln und die musst du erfüllen. Also Anforderungen, die du erfüllen musst. Hier geht es ja um das Genre-Erklär-Video, das heißt, dein Auftraggeber will, dass gewisse Dinge erklärt werden. Und ich könnte mir vorstellen, dass du aus Editorinnen-Sicht sagst, ich möchte aber auch, dass das ein Film ist, den man sich angucken kann und der nicht langweilig ist. Was gibt es denn da für Abnahmesituationen? Ich kann mir vorstellen, dass da einfach Dinge sehr, sehr genau erklärt werden müssen, du das aber vielleicht gar nicht für nötig hältst, Dinge so genau dann zu erklären.

14:22 Ist das so ein Punkt oder gibt es da andere Punkte?

14:24 Susina Lange: Ja, also ich habe am Anfang natürlich auch gedacht, warum machst du da ein bisschen Storytellingen und die Charaktere, der eine ist immer so und freut sich, der andere ärgert sich immer und immer so hin und her. Und irgendwie sowas irgendwie aufzubauen, habe ich am Anfang auch ein bisschen gemacht. Ich weiß nicht, ob es jemand gemerkt hat. Am Anfang habe ich die Kinder auch irgendwie zum Beispiel ihre Namen sagen lassen. Also hallo, ich bin so und so und so und so und so. Ich habe irgendwann gemerkt, das ist schon beim Drehen manchmal so aufwendig, dass ich es gelassen habe und interessiert im Endeffekt auch keinen, wer jetzt wie was erklärt.

14:51 Manchmal ändert sich es ja auch noch mal, sind nicht immer die gleichen. Am Anfang waren es die gleichen und es sind mir auch zwei, drei Mal so eine Abnahme um die Ohren geflogen. Das heißt, ich musste nachdrehen. Das ist natürlich der Super-Go, weil der natürlich im Budget nicht eingeplant ist. Und das versucht man natürlich total zu vermeiden. Und das waren mal Sachen, was ich dann anscheinend auch übersehen habe. Die Fingernägel sind nicht sauber oder es ist irgendwie noch ein Tintenklecks am Finger oder irgendwie sowas.

15:20 Rainer Nigrelli: Aber was ich mir ja vorgestellt hätte, ist sowas wie, du hast Regel XY nicht genau beleuchtet. Du musst noch diesen Ausnahmefall dazu, weil sonst versteht ja niemand das Spiel. Ist das nicht sowas auch, dass sowas kommt?

15:31 Susina Lange: Ja, aber das ist ja schon eine Drehbuchabnahme dann eigentlich. Also das kann auch unterschiedlich sein. Das kann auch von ja, hier noch Kleinigkeiten bis, man sitzt wirklich nochmal x-mal in Änderungsdurchgängen. Oder es war schon abgenommen und drei Tage später, ach, jetzt ist mir aber doch noch was aufgefallen. Das musste nochmal so und so umschreiben. Und je nachdem, was es für Spiele sind, kann das wirklich komplexer werden. Ich muss ja auch überlegen, wenn der eine jetzt das macht, dann das und dann muss er bei die Regeln noch. Und das soll am besten aber auch das Spannendste. Es ist natürlich oft, dass man dann auch viel zu viel dreht.

16:03 Und ich dann auch denke, jetzt ist es wieder viel zu lang. Also klar, ich spreche es natürlich auch und gucke, wie lange es dauert, aber es ist dann manchmal doch zu lang. Und im Regelfall, da es ja nun auch auf YouTube läuft, darf es auch nicht länger als zwei, drei Minuten sein.

16:15 Rainer Nigrelli: Und würdest du sagen, deine Schnitterfahrung hilft dir in der Bucherfahrung? Du meintest vorhin, du hast doch redaktionelle Erfahrung. Aber jetzt mal ganz klar, du bist diejenige Person, die das am Schluss schneidet, die das Material produziert und im Schnittprogramm hat. Also drehst du vielleicht auch anders, weil du schon weißt, was du brauchst oder schreibst du gewisse Sachen schon gar nicht ins Buch oder schreibst sie um, weil du genau weißt, dass du sie anders einsetzen wirst?

16:43 Susina Lange: Nein, eigentlich nicht. Aber es gibt mir natürlich ein bisschen mehr Sicherheit mittlerweile, dass ich einfach auch weiß, auch wenn der Dreh in meinen Augen katastrophal und total anstrengend war, dass ich im Schnitt einfach bis jetzt alles retten konnte. Und es ist dann eher dieses Okay, lieber zu viel, kürzen kann man immer noch und es hat bis jetzt eigentlich nie was gefehlt. Also da weiß ich halt, dass das irgendwie immer funktionieren wird.

17:08 Jan Henrik Pusch: Und sag mal, wenn wir jetzt so über den Schnitt reden, gibt es jetzt so zwei Fragen, die mich da sehr interessieren.

17:16 Rainer Nigrelli: Aber nur zwei.

17:17 Jan Henrik Pusch: Zwei. Wie das Anerkennen deiner Arbeit ist. Und zwar zum einen zu den Redakteuren. Also realisieren die, was im Schnitt da noch gerettet werden kann und gerettet wurde. Und vor allem auch wie dein Empfinden ist innerhalb der Branche. Ob diese Art von Film deine Arbeit da so ernst genommen wird.

17:44 Susina Lange: Also zum einen, bei den Redakteuren, glaube ich, wissen sie es nicht immer, weil sie einfach da nicht aus diesem Bereich kommen. Und wissen, glaube ich, nicht, wie viel Arbeit und Kreativität dahinter steckt. Wenn man das nicht selber mal gemacht hat oder aufdreht und filmt, dann weiß man das einfach nicht. Und zum anderen habe ich ja noch mal eine Schnittausbildung bei der Schnittakademie gemacht und da meinen Wissen noch mal sehr vertiefen können. Und habe ja nun vorher die Videos gemacht und nachher, also die Erklärfilme, und habe natürlich schon geguckt, jetzt habe ich so viel mehr an Wissen und Skills und alles. Was kann ich jetzt damit machen?

18:23 Und ich weiß nicht, ob da jetzt manchmal Unterschied wahrgenommen wird, meinerseits schon. Ich finde, es ist jetzt runder und noch professioneller. Wobei man natürlich im Endeffekt, das ist nun leider so, wenn ich jetzt sage, das ist jetzt wirklich ein sehr schön geschnittenes, professionelles Video, zeigt sich das natürlich überhaupt nicht in den Klickzahlen oder im Verständnis. Das ist wirklich vollkommen losgelöst davon.

18:50 Rainer Nigrelli: Das liegt an anderen Faktoren. Da hast du dann mit Schnitt auf einmal gar nicht mehr, da geht es gar nicht darum, sondern es geht dann vielleicht einfach ums Thema. Bestimmte Themen werden dann auf einmal geklickt. Das weiß man dann nicht.

19:01 Susina Lange: Ja, und die andere Sache in der Branche, also ja, also ich meine, mir ist schon klar, dass jetzt ein Erklärfilm zu schneiden andere Anforderungen hat als ein Spielfilm oder manche andere Sachen, ganz klar, aber das sich so ein bisschen losgelöst. Ich bin jetzt durch Zufall in diese Schiene gekommen und ich versuche das am besten zu machen und immer wieder, naja, Neuzurfinden ist übertrieben, aber irgendwie immer zu optimieren und das ist jetzt halt hier einfach meine Aufgabe.

19:29 Jan Henrik Pusch: Und wie viele Leute würden sagen, ein Job, wo ich Zeit mit meinen Kindern verbringen kann, ist doch das schönste, was es gibt?

19:37 Susina Lange: Ja, tatsächlich, das mag ich bei meinem zweiten Kind, der doch spieleraffiner ist, der macht das wirklich gerne. Und ich denke, das ist jetzt eigentlich meine Vorbereitungszeit und er findet das jetzt super, dass jemand mit ihm irgendwie Brettspiele spielt, ja, dann ist das ganz schön. Ich weiß jetzt nicht, wenn man keine Kinder hat und da vielleicht nicht so die Affinität hat, dann wäre es wahrscheinlich ein bisschen herausfordernder.

20:00 Rainer Nigrelli: Ja, wobei ich erlebe viele Menschen, die keine Kinder haben, aber sehr gerne mit Kindern arbeiten, also gerade so bei Workshops.

20:07 Susina Lange: Ja, klar, ich meine nur gerade jetzt in der Vorbereitung, sicher auf jeden Fall. Und ich muss auch sagen, es macht auch tatsächlich Spaß. Also auch der Dreh, weil die Kinder auf Ideen kommen, da habe ich mir irgendwie gedacht, ach, jetzt schreibe ich was Lustiges ins Drehbuch, was natürlich überhaupt nicht lustig ist, aber die Kinder machen dann nochmal irgendwie ihre eigenen authentischen Sachen. Und die baue ich tatsächlich oft mit ein und da kam eigentlich auch nie, aber das stand ja nicht im Drehbuch. Und das ist dann eigentlich immer wiederum der Vorteil. Die machen natürlich nicht alles, was du sagst und das kann dich wirklich zum Wahnsinn treiben, aber es kommt auch sehr viel Bereich an das bei raus.

20:44 Rainer Nigrelli: Als wir uns zur Vorbereitung nochmal deine Videos angeschaut haben, da ist Jan so schnitt grammatikalisch eine Sache aufgefallen. Und zwar ist ihm ein Blender aufgefallen, die du gerne benutzt. Und zwar jeweils einmal pro Film, laut ihm. Jan, widersprich, wenn das nicht stimmt.

21:01 Jan Henrik Pusch: Ja, natürlich muss ich dir widersprechen. Das war bei den ersten drei oder vier Filmen, die ich gesehen habe, war immer so ein Vibeffekt, der von einer Seite diagonal durchs Bild ging und der war so ausgefranst. So ein ganz klassisches und ich konnte mir nicht genau erkennen, wann er kommt, ob er eben eine Vorteschnitt-Akademie war.

21:23 Rainer Nigrelli: Oder war das noch eine Vorteschnitt-Akademie?

21:28 Susina Lange: Ich glaube, das war eine, das war vorher. Aber ich weiß natürlich, was du meinst. Also das mache ich eigentlich am Anfang und am Ende. Das nehme ich eigentlich immer die gleiche. Also wenn noch der Packshot, das Spiel gezeigt wird als Intro und das Outro. Und dann mache ich eigentlich nochmal eine klassisch, wenn eigentlich ein Zeitsprung ist, weil ich natürlich nicht eins zu eins alles zeigen kann. Und wenn dann die Mitte rausgenommen wird, dann setze ich die Blende. Und die mache ich mal mehr oder weniger effekthascherisch.

22:00 Rainer Nigrelli: Aber es ist interessant, jetzt wo du Packshot sagst, vielleicht können wir ganz kurz über so eine klassische Susina Lange-Spieldramaturgie sprechen. Man beginnt so einen Film mit einem Packshot und endet ihn mit einem Packshot, einfach um zu zeigen, das ist das Spiel, das sind die Assets, also das ist da drin, das sind die Spielfiguren und so weiter und so fort und das ist der Titel und die Verpackung und so. Aber was passiert dazwischen? Also hast du da sowas wie eine Schablone? Oder ist das gar nicht so und es ist jedes Mal anders?

22:35 Susina Lange: Komplett anders ist es nicht, aber da habe ich tatsächlich die Freiheit, das eigentlich so zu machen, wie ich das möchte. Und klar hatte ich auch mal überlegt, irgendwie mir die ganze Intro-Szene irgendwie vielleicht mal zu sparen. So jetzt fangen wir so an und ich fange an, sondern reinzuspringen. Das war dann aber doch tatsächlich missverständlich. Und da versuche ich schon ein bisschen zu gucken. Entweder erkläre ich einfach mal in ein, zwei Worten das Spiel, worum es geht, oder lass ein Kind das sagen. Und dann noch mal redundant zu sagen, ja, jetzt ist es so, so und so. Oder ja, also mittlerweile bin ich zu übergegangen, wirklich doch noch mal zu wiederholen, weil ja, erstmal auch ein bisschen Lust drauf zu machen, ah ja, da und darum geht es.

23:13 Und das sind lustige Begriffe oder Spielfiguren oder irgendwas. Das sieht ja schon mal schön aus. Und man muss ja sagen, die Designs oder Layouts der Spiele sind wirklich sehr schön. Und ich versuche auch immer mehr, das dann irgendwie zu zeigen, dass das natürlich eigentlich Lust macht, auch dann zu spielen und viele Nahaufnahmen und all sowas.

23:31 Rainer Nigrelli: Aber ist das also quasi eine Dramaturgie, die du am Anfang verfolgst? Das heißt, du sagst, du hast den Pack-Shut und du musst erstmal das Interesse wecken?

23:42 Susina Lange: Ja, ja, genau. Das ist eigentlich der Klassiker. Dann versuche ich das. Je nachdem, oft gibt es auch, das ist aber auch unterschiedlich, wie viel ich von den Grafiken dann bekomme und sage, ach, ich bräuchte noch das und das, dass dann mal ein Bär durch die Gegend hüpft oder irgendwie. Also, dass man die Grafiken sieht, die dann vielleicht auch ein bisschen die Erklärung bebildern. Ja, also, das noch lebendiger macht. Ja, genau.

24:04 Jan Henrik Pusch: Die Grafiken, die du dann bekommst, bekommst du aber von Mitspieler angeliefert. Das ist nichts, wo du dich noch drum kümmern musst. Das ist komplett von denen.

24:14 Susina Lange: Manchmal schon, je nachdem, was es dann ist. Wenn ich jetzt mal eine Sprechblase mache oder irgendwas, dann mache ich es auch mal. Das mache ich dann selber. Aber wenn ich natürlich sehe...

24:20 Rainer Nigrelli: Und Feenstaub habe ich schon gesehen.

24:26 Susina Lange: Ja, nee, da gehe ich natürlich manchmal an die Trickkiste, was Motion oder After Effects noch so gibt. Aber im Regelfall haben die auch... Also es ist natürlich schöner, die Grafiken zu nehmen, die es eh gibt, als wenn ich dann noch irgendwas nachbaue, was eigentlich nicht so hundert Prozent dann CI ist.

24:42 Rainer Nigrelli: Jetzt, weil das ja so lustig verwandt ist, der Erklärfilm mit Corporate-Film und Image-Film. Ich habe auch mal eine Zeit gehabt, wo ich diese Art von Filmen geschnitten habe, Corporate-Videos, also Industriefilme. Und da war ein Schnittstilmittel, ich weiß nicht warum, wo das entstanden ist, aber eins ist immer, nimm doch mal so ein Bild und mach ein Zeitraffer. Also irgendwie, da vergeht ganz viel Zeit und am besten sind das so Windräder, die sich drehen in Zeitraffer. Aus irgendeinem Grund ist das so ein dramatikalisches Bausteinelement geworden. Du hast auch Zeitraffer, aber ich würde jetzt mal sagen, die sind tatsächlich bei dir, um den Spielablauf zu verkürzen, um einfach zu zeigen, jetzt muss man da ein bisschen spielen und dann kommt man zur nächsten Situation.

25:32 Hast du, jetzt meine Frage, Entschuldigung, ziemlich lang, hast du auch solche, so weitere grammatikalische Schnittsachen, die da dauernd stattfinden?

25:44 Susina Lange: Ja, also ich hatte das teilweise auch, gerade manchmal auch, der Spielaufbau ist manchmal schon wirklich auch ein bisschen schwieriger, wenn die so aufzubauen sind mit irgendwelchen schönen Aufbauten oder so und das habe ich damals auch mal noch gezeigt, wie man das irgendwie macht, auch tatsächlich natürlich in einer Zeitraffer, das lasse ich aber jetzt eigentlich auch weg. Ist manchmal wirklich von Spiel zu Spiel individuell, aber...

26:06 Sprecher: Klar.

26:07 Jan Henrik Pusch: Oder was ich noch einwerfen kann, was ich viel gesehen habe, war die Zeitlupe, weil die kann man ja in dem Bereich für viele verschiedene Dinge nutzen. Man kann sie nutzen, um einen ganz speziellen Highlight des Films noch mal hervorzuheben, wenn da irgendwas plötzlich passiert, irgendwelche Steine durch die Gegend geschossen werden oder irgendeine Spielfigur irgendwo runterfällt. Aber es ist ja auch, um manchmal die Emotionen der Spielenden zu definieren, nutzt du das ja auch schon mal, die Zeit zu halten.

26:42 Susina Lange: Ja, auf jeden Fall. Manchmal schon im Dreh selber, bzw. wenn ich dann auch was vor- oder nachdrehe. Wenn ich dann weiß, das sind Sachen, die einfach zu schnell sind, wenn eine Kugel irgendwo runterrollt, dann ist das natürlich ganz schön und im Nachhinein manchmal auch bei Emotionen. Und dann kommt es natürlich auch vor, dass ich dann auch manchmal, weil ich dann unten den Text habe, natürlich auch was klassisch verlängern muss. Und dann mache ich das auch so ein bisschen.

27:10 Jan Henrik Pusch: Und das Wichtigste, Rainer?

27:13 Rainer Nigrelli: Nein, das Wichtigste kann ich nicht toppen.

27:16 Jan Henrik Pusch: Das wichtigste Stilmittel, was wir ja noch haben, wäre die Musik, die du einbaust. Das ist dann aber tatsächlich meistens aus der Konserve, oder?

27:30 Susina Lange: Nein, also ich habe ich tatsächlich einen Musikkompositor, der mir die Lieder macht.

27:39 Rainer Nigrelli: Wirklich? Das ist aber ungewöhnlich für YouTube vor allen Dingen, das ist ja schon mal gut.

27:45 Susina Lange: Ja, also ich hatte den an der Hand und dann hatte ich ihn einfach gefragt, Nikolaj Morończyk. Dem schicke ich auch früher dann die Spiele, also so die Packshots oder das Mood oder sag so grob, das ist das und das und hier geht's um Pferde, hier geht's um darum oder um Affen oder keine Ahnung und dann macht er irgendwas, im Regelfall sage ich es gut oder ach, mach's doch noch ein bisschen fröhlicher und kindlicher und keine Ahnung. Aber da natürlich da auch nicht, die riesen Budgets sind, ja, übernehme ich es dann natürlich meistens so. Und es kommt natürlich auch vor, also ich hab's dann oft für jedes Spiel anfertigen lassen.

28:20 Jetzt weiß ich jetzt gar nicht, wie viele Spiele schon sind. Manchmal nehme ich dann natürlich auch eins, was ich dann vielleicht schon mal benutzt habe oder sowas dann auch vom Theme her passt.

28:30 Jan Henrik Pusch: Aber wie viele Spiele sind es denn ungefähr? Das finde ich an der Stelle schon sehr interessant zu wissen. Kannst du es ungefähr einschätzen?

28:37 Susina Lange: Um die 50 könnte es mittlerweile schon sein.

28:39 Rainer Nigrelli: Ich hätte noch so eine Schnittfrage. Ist das okay, Jan, wenn ich noch was zum Thema Schnitt frage?

28:45 Jan Henrik Pusch: Nein, lass das mal lieber weg.

28:47 Rainer Nigrelli: Wir sprechen hier im Podcast über viele verschiedenen Genres und mir kommt gerade, wo wir das mit der Zeitlupe haben, die Explosion im Action-Schnitt-Gespräch mit Martin Habich. Ich meine, er hat gesagt, dass die Zeiten vorbei sind, wo man Explosionen fünfmal wiederholt hat, die gleiche. Ist das so? War das nicht so, Jan? Ich kann mich nicht mehr genau erinnern.

29:08 Jan Henrik Pusch: Genau, das hat er so und gesagt.

29:10 Rainer Nigrelli: Das finde ich lustig, weil das ist natürlich auch eine Möglichkeit anstelle von der Zeitlupe. Also etwas, was ganz schnell passiert, boom, aus zehn Perspektiven zu zeigen und dann noch mal hintereinander und es explodiert quasi jedes Mal neu. Aber es ist diese eine Explosion und jetzt gerade, wenn da irgendeine Spielfigur in die Luft wirbelt, weil das Spiel das eben so tut, du hast es in der Zeitlupe gezeigt. Aber hast du sozusagen solche Ideen auch, dass du andere Sachen siehst und denkst, das könnte ich mal so machen und so erzählen? Also jetzt so mal, könntest du dir vorstellen, die Spielfigur einfach mal aus zehn verschiedenen Perspektiven zu zeigen, hintereinander, anstelle von der Zeitlupe?

29:48 Susina Lange: Theoretisch ja, praktisch. Ich meine, ich drehe das meistens mit zwei oder drei Kameras und dann muss ich natürlich immer gucken, wo stelle ich die hin. Ich kann mit den Kindern nicht lange drehen und die haben irgendwann keine Lust mehr. Und das muss schnell gehen. Da kann ich nicht sagen, ich stelle jetzt nochmal um, jetzt mach ich nochmal hoch, jetzt mach ich nochmal runter, jetzt mach ich nochmal dies und so weiter. Das ist wirklich unmöglich. Und dann weiß ich halt, okay, das dreh ich dann halt zuhause nochmal nach, aus der anderen Perspektive oder nah, oder mach mir das selber nochmal schön. Weil, wenn mal was im Hexenkochtopf explodiert oder so, das macht dann auch nochmal natürlich Spaß.

30:21 Aber da hab ich natürlich dann im Drehen nicht die Ruhe. Klar seh ich auch mal was in anderen Videos und mir hat einer auch mal empfohlen, wie damals die Mattel-Werbung oder eine GoPro und das geht mit. Klar, versuch ich auch immer wieder. Man möchte es ja dann auch irgendwie immer neu machen.

30:41 Jan Henrik Pusch: Wenn wir dann bei anderen Filmen sind, die dich inspirieren, Rainer, start doch mal mit der ersten Kategorie.

30:54 Sprecher: Was sind ihre Darlings?

30:56 Jan Henrik Pusch: Hier wäre jetzt die Frage nach dem bestgeschnittenen Spielanleitungsfilm. Ich glaube, da das ja eher ein Genre ist, was es wahrscheinlich so sonst nicht richtig in der Form gibt, wie du es machst, wäre hier auch was anderes, was dich vielleicht inspiriert, möglich. Aber genau.

31:20 Susina Lange: Ja, tatsächlich gucke ich natürlich immer und ich gucke auch, wie machen es vielleicht Spielehersteller in den USA oder in anderen Ländern oder sowas. Aber ich habe tatsächlich nie sowas gesehen, so wie ich es mache, dass die Kinder wirklich spielen und dabei erklären. Und es gibt aber trotzdem natürlich immer, also die meisten Erklärfilme, die sind dann auch wirklich animiert oder ohne Menschen. Und ja, ist auch schön. Und was ich wirklich lustig finde, also das könnte ich jetzt vielleicht dazu sagen, sind diese Spiele, ist das der Kosmos-Verlag? Ich weiß gar nicht. Also von diesen Känguru-Chroniken, da gibt es auch so ein Spieler und die sind natürlich witzig.

31:58 Die sind einfach lustig geschnitten, die sind inhaltlich lustig. Also, ja, und man hat den Eindruck, nehmen sie sich auch nicht so 100% ernst. Das ist, ja, könnte ich auf jeden Fall sagen, ist eine Inspiration.

32:09 Rainer Nigrelli: Werden wir verlinken. Ja, okay, gut, springen wir in die nächste Kategorie.

32:21 Jan Henrik Pusch: Ja, ich kann mir gut vorstellen, dass es bei dem Arbeiten mit den Kindern eine kleine Anekdote für uns gibt, oder?

32:27 Susina Lange: Ja, also sehr schön und woran ich mich immer wieder gerne erinnere, ist als einer von meinen Protagonisten, der Nils, der auch schon lange Jahre dabei ist. Und dann kam irgendwann ein neues Kind dazu und dann hatte er gesagt, ja, die Susina, die kann wirklich zaubern, ja. Hier beim Dreh ist es ganz anstrengend und alle meckern und schimpfen. Und dann, wenn man sich das Video anguckt, dann sieht es so aus, als hätten wir die ganze Zeit Spaß gehabt.

32:59 Jan Henrik Pusch: Das beste Lob. Das Schnitt als Zauberrei, ich finde, damit haben wir doch alles gesagt.

33:04 Rainer Nigrelli: Viele Grüße bitte, super.

33:06 Jan Henrik Pusch: Auf jeden Fall.

33:10 Rainer Nigrelli: Nächste Kategorie, ne?

33:12 Jan Henrik Pusch: Bitte.

33:18 Rainer Nigrelli: Susina, hast du Tipps und Tricks, die du uns gerne mitteilen möchtest? Etwas, was du tust und was jeder von dir lernen sollte?

33:27 Susina Lange: Jeder von mir lernt natürlich nicht. Aber da ich es nun auch selber drehe, nehme ich natürlich alles mit. Und die Kinder machen Quatsch und die machen viel Quatsch. Und das nehme ich dann auch alles auf. Und dann lachen die sich kaputt. Und sind natürlich bei dem ganzen Quatschmachen, was einen wahnsinnig macht, aber auch schöne Szenen dabei, die man natürlich dann audio- und videomäßig auch an anderer Stelle verwerten kann. Das heißt, man sollte dann immer alles aufheben. Und ich mache mir dann auch tatsächlich, auch wenn ich das Drehmaterial dann nochmal durchgehe, auch eine Sequenz Lacher, Schmunzler und all sowas.

34:07 Rainer Nigrelli: Aber das ist ein super Tipp. Den hatten wir noch überhaupt nicht bisher. Jan, ich mache das tatsächlich auch. Machst du sowas auch? Also zum Beispiel im Spielfilm, also in einem anderen Spielfilm, gibt es nicht noch eine private Reaktion vom Schauspieler vor der Klappe oder sowas. Oder ach, guck mal, da am Schluss passiert was. Das war gar nicht vorgesehen. Aber das könnte man für die Situation benutzen.

34:32 Jan Henrik Pusch: Ja, natürlich. Das ist ja der kleine Sport, den man sich, finde ich, immer macht. Noch irgendwas, wo zu finden, wo keiner gedacht hätte, dass man es finden kann.

34:42 Rainer Nigrelli: Ja, also nie Sachen wegschmeißen, angucken und benutzen, ne?

34:47 Jan Henrik Pusch: Und überrascht sein, wie es dann doch plötzlich funktioniert. Weil man gar nicht merkt, dass es woanders rausgeklaut wurde. Weil es einfach im Fluss hintereinander liegt.

34:58 Rainer Nigrelli: Was mir jetzt noch kommt, du produzierst ja ausschließlich für YouTube dann diese Filme, oder? Die gibt es doch nur dort als Plattform.

35:05 Susina Lange: Ja, also sie haben natürlich auf ihrer Webseite, wenn du die Spiele dir dann anguckst, dann gibt es den sogenannten Packshot und den Inhalt und dann nochmal das Video. Klar, das wird dann weitergeleitet oder ist auf der Plattform YouTube, aber da ist es dann quasi im Shop natürlich auch nochmal so zu sehen.

35:25 Rainer Nigrelli: Und wo wird das am meisten geschaut? Weil du müsstest ja etwas im Kopf haben, wofür du das produzierst, weil wir wissen ja, wir haben hier auch einen Podcast schon gelernt für YouTube, müssen Videos einfach anders gemacht werden. Da geht es zum Beispiel nicht, dass die ersten zehn Sekunden langweilig sind, sondern die müssen direkt Spaß machen, damit man weiterguckt. Also solche Gesetze gibt es ja da. Deswegen so Hauptausspielungsplattform, würdest du sagen, ist dann doch die Webseite und dort findet man die Videos oder kommen die Leute eher über YouTube auf die Videos?

35:59 Susina Lange: Ja, ist eine gute Frage. Da habe ich mich natürlich am Anfang auch sehr drum gekümmert und wollte auch die Analysen immer sehen von den Videos, wann wird weggeschaltet, wann nicht und so weiter. Ich glaube, manchmal war es auch noch auf Amazon, aber eigentlich, und dann kam natürlich noch die Sache irgendwann mit dem QR-Code hinzu. Die gab es eigentlich immer, diesen QR-Code, aber noch vor 2020 hat er natürlich, als ich noch am Schneidetisch geschnitten habe, wollten sie das eigentlich eindampfen, weil so gut wie keiner auf diese QR-Codes an den Spieleverpackungen, das konnten sie dann tatsächlich sehen, das eingescannt hat. Aber jetzt mittlerweile ist das wohl doch häufiger der Fall.

36:49 Und ich gucke natürlich manchmal auch, wie sind die Zahlen, und manchmal gehen die auch kontinuierlich nach oben, und dann vermute ich mal schon, dass das tatsächlich über diese QR-Code kommt, wenn die Kinder dann, oder Erwachsenen die Spiele im Laufe der Jahre dann trotzdem weiterspielen und dann auch nochmal gucken.

37:08 Rainer Nigrelli: Und weißt du schon, wo es so hingehen soll für dich, schnittmäßig in diesen Bereich? Also bist du quasi schon da angekommen und kannst dir vorstellen, das jetzt so weiterzumachen? Oder hast du da noch ganz andere Pläne? Und brauchst du nur das Budget, damit ein kleiner Smiley, ein Schmittspiel an dieser Stelle, um nach anderen Sachen realisieren zu können?

37:36 Susina Lange: Also ich mache nicht nur Erklärfilme. Das ist natürlich das, was ich jetzt sehr regelmäßig mache. Und vier, ich mache auch Imagefilme und auch andere Projektvideofilme mit Kindern und Eventfilmen und so weiter. Und ich will mich auch gerade mit einer alten Freundin aus Berlin, den Düsseldorf, und einer Videoproduktionsfirma gründen, die auf den Jugend- und Kinderbereich auch so ein bisschen fokussiert ist. Also in die Richtung.

38:06 Rainer Nigrelli: Also jetzt gar nicht zwangsläufig, das jetzt, ich sage jetzt mal, zu einer großen Produktion ausbauen, sondern das darf gerne weitergehen. Und du bleibst in dem Bereich, aber du schaust auch die Nebenbereiche weiter an. Das meinst du damit, ne?

38:26 Susina Lange: Ja, so kann man es sagen, ja. Klar, das ist nicht das Ende der Fahnenstange sicher. Aber es hilft einem auch generell. Ja, Sachverhalt ist eigentlich egal, ob es jetzt ein Spiel ist oder irgendwas anderes. Kurz und knapp darzustellen, dass es jeder versteht. Das ist, finde ich, generell eine hilfreiche Sache. Und sich auch zu überlegen, wie man das im Schnitt irgendwie unterstützen kann.

38:48 Rainer Nigrelli: Und ich finde es tatsächlich superschwierig. Also wie gesagt, meine Erfahrung aus diesem Corporate-Bereich. Ja, aber wir müssen bitte noch die Röhren XYZ, die müssen bitte auch noch als Packshot gezeigt werden. Ja, aber dann wird der Film 17 Minuten lang... Ja, aber das muss so sein. Das sind dann so Sachen, die eigentlich nicht zusammenpassen. Also Filmdramaturgie und Erklärung. Das hat mich immer genervt.

39:15 Jan Henrik Pusch: Ja, das ist ganz spannend. Ich denke ja auch über ein Gespräch zum Image-Film nach, der ja genau in diesem Bereich ist. Und da finde ich, da ist es ja ganz genau das. Also es gibt da ja wirklich die komplette Bandbreite. Manche Filme sind nur auf der Erklärebene funktionierend und andere sind nur auf einer unterhaltenden, dramaturgischen Ebene funktionierend. Und machen fast an Information alles nur ganz nebensächlich. Und die große Kunst ist es ja dann immer, das Ganze zu kombinieren. Das ist ja genauso wie bei dir die Idee, dass man versucht, alle Informationen rüberzubringen, die man will, und trotzdem dabei unterhalten zu sein. Und das ist, glaube ich, wirklich die absolute Kunst, die man dann irgendwie hinbekommen muss.

40:14 Rainer Nigrelli: Ja, wir finden, das gelingt dir sehr gut. Und wir hoffen, dass du das weiter professionalisieren kannst. Und ja, Hut ab, dass du das mit Kindern machst. Mein Tipp wäre, hol dir doch noch eine Second Unit, die einfach dann diese ganzen Nahaufnahmen dann danach macht, wenn die Kinder nicht mehr da sind und nerven. Aber tatsächlich müssen wir, ich glaube, da müssen wir nochmal mit Spielesprechen, oder?

40:37 Susina Lange: Also ich hatte tatsächlich schon mal gedacht, es wäre schon mal hilfreich, wenn jemand irgendwie so das Skript mitliest, damit nicht mir immer mal irgendwie was untergeht.

40:45 Rainer Nigrelli: Oder das.

40:46 Jan Henrik Pusch: Oder Rainer macht das einfach.

40:47 Rainer Nigrelli: Ich mach das einfach, alles klar. Ja, Susina, vielen, vielen Dank für deine Zeit und für das sehr interessante Gespräch.

40:59 Sprecher: Wir haben also gesehen, dass es vorschnell ist, den Schnitt in der gefilmten Spielanleitung als profan und schnöde abzutun, als sozusagen das letzte pfeifende Loch, welches nur dem Bildschneider, der in bitterste Not getrieben ist, seine Schale Reis zu vermitteln mag. Gebietet nicht viel mehr unsere Kötter-Etik, auch in dieser Arbeit durch das eigene Schnitthandwerk Kunst und Kabale einzustreuen wie Sternenstaub, so dass selbst die kindgerechte Würfelwelt aus Ravensburg in einen würdevollen Spieletanz verwandelt wird. So mag man dem verzweifelten Kötter an der Klebepresse zwischen Puzzlen und Kniffeln zurufen. Mensch, ärgere dich nicht!

41:40 Jan Henrik Pusch: Ja, was nehmen wir denn jetzt von diesem sehr schönen Gespräch mit Rainer?

41:48 Rainer Nigrelli: Ich werde in Zukunft Spiele erst spielen, wenn ich Spielanleitungsfilme gesehen habe oder Erklärvideos, wie sie dazu sagt, um mir zumindest diesen ersten Schrecken zu nehmen, wie das Spiel überhaupt funktioniert und ich mir das erarbeiten muss, mühsam in einer sehr spröden Spieleanleitung.

42:08 Jan Henrik Pusch: Und weißt du, was das Allerschönste ist? Ich kaufe jetzt einfach Spiele für Kinder und nehme einfach die Spielanleitung raus, die sie ja eh nicht lesen können, und zeige dir nur das Video. Dann muss ich mich gar nicht mehr darum kümmern, dann können die Kinder alles selber machen.

42:22 Rainer Nigrelli: Aber spielen musst du schon mit, du kannst sie nicht spielen lassen und einfach denken, jetzt vergnügen die sich zusammen.

42:28 Jan Henrik Pusch: Meine Vorstellung ist, ich gehe in den Nebenraum und schneide einen Film.

42:31 Rainer Nigrelli: Aha, das gibt keine schönere Vorstellung. Die Kinder spielen im Nebenraum und du schneidest einen Kinofilm. So, müssen wir noch irgendwas machen?

42:43 Jan Henrik Pusch: Ich glaube, wir sollten noch darauf hinweisen, dass wir wieder unterstützt wurden von Adobe.

42:48 Rainer Nigrelli: Wir sollten darauf hinweisen, dass wir auf Instagram vertreten sind. Bitte geht dahin, klickt darum und schaut es euch an. Schreibt uns auch, wenn ihr mit uns Kontakt aufnehmen wollt, würden wir uns ja freuen.

42:59 Jan Henrik Pusch: Vor allem müsst ihr auch dahin gehen, damit wir von euch ZuhörerInnen Fragen bekommen. Diesmal haben wir es leider zu spät oder gar nicht veröffentlicht und dadurch keine Fragen bekommen.

43:12 Rainer Nigrelli: Ja, oder wir reichen das nach. Nein, aber das stimmt. Diesmal haben wir keine gehabt. Aber ich glaube, wir haben stattdessen genug andere Fragen gestellt. Ist ja auch okay. Und Jan, was mir noch einfällt, kennst du das Alphabet-Spiel? Nein.

43:26 Jan Henrik Pusch: Wie geht das?

43:26 Rainer Nigrelli: Das ist nämlich so ein lustiges Gesprächsspiel. Das fördert genau das, nämlich ein Gespräch. Diese Aktivität, die eignet sich hervorragend für große Gruppen. Spielen wir das jetzt? Abwechselnd zu sprechen und ein vollständiges Gespräch mit einer lustigen Tandemung zu führen.

43:42 Sprecher: Sie haben gesehen, Filmschnitt ist also gar nicht zu kompliziert. Und denken Sie immer daran, das erste Ansehen des Filmmaterials bitte nur allein vollziehen.

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